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Käfigeinrichtung & Käfigbau


Je nach Tier müssen bestimmte Mindestgrößen für den Käfig eingehalten werden und
je nach Tier ist ein breiter oder hoher Käfig zu bevorzugen (dies schließt die meisten regulären im Zoohandel angebotenen
Käfige für die jeweilige Tierart aus). Auch die kleinsten brauchen Platz und eine sichere, artgerechte Einrichtung.

Allgemeine Infos

Käfigarten:

  1. Gitterkäfig (Abstand der Stäbe a: ca. 0,6 cm , b: ca. 1 cm , c: > 1cm)
      + leicht zu reinigen, leicht ausbaubar/veränderbar, gut belüftet, Flasche von Außen anbringbar, Klettermöglichkeiten am Gitter
      ~ Behinderung der Sicht
      - meist zu klein, Einstreu fliegt raus, Gerüche und Geräusche werden nicht zurückgehalten, nagen an Gitter und Plastikwanne, kann leichter rosten, Jungtiere können leichter ausbrechen
  2. Voliere
  3. Terrarium
      + Griff von vorn, dämpft Geräusche und Gerüche, gute Belüftung, anbringen von Wärmelampe möglich, Einstreu fliegt nicht raus, ausbruchssicher
      ~ freie Sicht
      - schwieriger Sachen anzubringen
  4. Aquariumbecken
      + Einstreu fliegt nicht raus
      ~ freie Sicht
      - Griff von oben -> Fluchtreflex, schlechte Belüftung, Anbringung von Sachen schwierig, benötigt zusätzliche Abdeckung

unsere Mindestempfehlungen


Farbmäuse
  • max Anzahl für mindest Größe: 2-5 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: Lauffläche & viel Klettermöglichkeiten
  • Mindestmaße: 80cm b x 40cm h x 40cm t
  • Käfigart: 1a, 3 (Volieren haben meist zu großen Gitterabstand, Aquarien sind auf Grund der stark ammoniakhaltigen Ausscheidungen gefährlich)
Mongolische Rennmäuse
  • max Anzahl für mindest Größe: 2-4 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: viel Lauffläche & hohes Einstreu zum Buddeln
  • Mindestmaße: 100cm b x 50cm h x 50cm t
  • Käfigart: 1,3,4 (Volieren bieten zu wenig Lauffläche)
Goldstachelmäuse
  • max Anzahl für mindest Größe: Paarhaltung
  • Ausrichtung des Käfigs: viel Lauffläche & Klettermöglichkeiten (bzw oft springen sie gerne auf Ästen und Häuser rum)
  • Mindestmaße: 100cm b x 40cm h x 40cm t
  • Käfigart: 1,3,4
Rötelmäuse
  • max Anzahl für mindest Größe: 2-4 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: Lauffläche & VIEL Einstreu, leben unterirdisch
  • Mindestmaße: 100cm b x 40cm h x 40cm t
  • Käfigart: 4
Zwerghamster
  • max Anzahl für mindest Größe: Einzelhaltung
  • Ausrichtung des Käfigs: viel Lauffläche
  • Mindestmaße: 80cm b x 40cm h x 40cm t (auch der Robo braucht viel Platz trotz der geringen Größe !)
  • Käfigart: 1,3,4
Mittelhamster (Goldhamster)
  • max Anzahl für mindest Größe: Einzelhaltung
  • Ausrichtung des Käfigs: viel Lauffläche
  • Mindestmaße: 100cm b x 50cm h x 40cm t (aber besser ab 120cm breit)
  • Käfigart: 1,3,4
Graue Steppenlemminge
  • max Anzahl für mindest Größe: 2-4 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: Lauffläche & VIEL Einstreu, da sie sich unterirdisch bewegen
  • Mindestmaße: 100cm b x 50cm h x 40cm t
  • Käfigart: 4
Degus
  • max Anzahl für mindest Größe: 2 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: Lauffläche & Klettermöglichkeiten/Sprungmöglichkeiten
  • Mindestmaße: 100cm b x 100cm h x 50cm t
  • Käfigart: 1,2,3 (Aquarien sind meist zu niedrig)
Zwergschläfer
  • max Anzahl für mindest Größe: 2-5 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: VIEL Klettermöglichkeiten, leben in den Baumkronen
  • Mindestmaße: 80cm b x 80cm h x 40cm t
  • Käfigart: 3 (Gitterkäfig eignen sich garnicht 1. sind die Tiere viel zu klein, 2. hängen die Tiere dann am Gitter um ihr Geschäft nach Außen zu machen)
Zwergkaninchen
  • max Anzahl für mindest Größe: 2 Tiere
  • Ausrichtung des Käfigs: viel Lauffläche
  • Mindestmaße: 2m²
  • Käfigart: Stall + Gehege
die Größen können auch variieren, wenn die Grundfläche einigermaßen dieselbe ist.

Bitte zu beachten: Diese Werte gelten für ausgewachsene Tiere, bei Nachwuchs ist dessen Größe zu berücksichtigen, ggf geringere Gitterabstände.
Vor allem bei Mäusen ist in den ersten Wochen nur ein geschlossener Käfig (Terrarium, Aquariumbecken) angebracht, da sie aus den kleinsten Lücken entkommen und auch aus dem Stand 30 cm hoch springen können.

Was muss in den Käfig ?

Einstreu

Zum einen gibt es verschiedene Arten von Einstreu und zum anderen sollte man darauf achten wie sie verpackt sind. Da einige stark gepresst (meist Liter angaben) sind und andere wieder nicht (meist Gramm angaben), muss man einfach mal ausprobieren wie das Preis-Leistungsverhältnis ist.

normales Holz-Einstreu (erste Bild):
wird am meisten verwendet, man sollte nur darauf achten, dass es nicht zu stark staubt und es mit Geruchsstoffen (z.B. Citrus) versetzt ist. Ansonsten gibt es feines, stark gepresstes oder sehr saugfähiges Holzstreu.

Biohanfeinstreu (2. Bild):
hat einen gewissen Eigengeruch und ist teurer, da es nicht so stark gepresst ist. Wir haben eine Zeitlang eine kleine Schicht auf das normale Einstreu gegeben (kam bei den Nagern gut an)

Cellulose-Einstreu (3. Bild):
wird nach Operationen empfohlen, kann aber auch gut für den Nestbau dazugegeben werden

Stroh (4. Bild):
mehr für Kaninchen oder Meerschweinchen, oder zusätzlich für Tiere, die Gänge bauen

gepresstes Einstreu/Pellets (5. Bild):
es gibt Holz- (hell) und Strohpellets (dunkel)
halten wir für Kleinnager eher nicht für sinnvoll, da sie dort nicht richtig buddeln, keine Gänge bauen und schlecht laufen können
Für Kaninchen gut in der Kloecke zu gebrauchen, da sie sehr saugfähig sind, das Gehege sollte aber ansonsten mit anderm Einstreu bedeckt werden, da sie dort besser laufen können

Baumwolleinstreu (6. Bild):
besser als Hamsterwatte, da hier keine Fäden gezogen werden können, an denen sich das Tier strangulieren kann
vor allem gut zum Nestbau

Waldboden-Überstreu:
Es handelt sich hier um eine Holz-Rinden-Mischung, die auf das normale Eintreu gegeben werden kann, ist allerdings recht teuer
normales Einstreu
Biohanfeinstreu
Cellulose Einstreu

Trinken

Nippeltränke:
Die Flaschen verunreinigen zwar nicht so schnell mit Streu und lassen sich zumindest an Gitterkäfigen gut anbringen, aber dafür können sich Bakterien gut vermehren und die Flaschen tropfen meist schnell und laufen aus. Die Flasche sollte täglich heiß ausgespült werden, damit sie desinfiziert ist.

Napf:
Näpfe sind leicht zu reinigen und können nicht auslaufen, allerdings könnten zu leichte Plastiknäpfe umgekippt werden. Damit die Näpfe nicht so leicht mit Streu verunreinigt werden können, sollte man sie auf eine Ebene oder Haus stellen.
Trinken

Fressen

Das Fressen kann ebenfalls in einem Napf gereicht werden oder man kann die Tiere damit beschäftigen, dass sie sich ihr Fressen suchen müssen. In der Natur gibt es auch keinen Futterplatz, dadurch mangelt es manchmal an Bewegung in der Heimhaltung. Frischfutter sollte allerdings immer in einem Napf gereicht werden.
Anfangs kann der Napf als Kontrolle des Fressverhaltens dienen.
futter

Schlafen

Es sollten mehrere Häuser als Schlaf- und Versteckmöglichkeit vorhanden sein, da die Tiere sich ausweichen können sollen bzw. viele auch die Schlafstätte ab und an wechseln. Diese müssen unten offen sein, damit ggf. der Urin vom Streu aufgesaugt werden kann. Bei gewünschtem Nachwuchs sollte das Dach abnehmbar sein.
Als Haus kann man z.B. Holzhäuser, Kokosnüsse oder Tontöpfe nehmen. Aber bitte keine Plastikhäuser benutzen, diese sind meist auch noch unten geschlossen.
schlafen

Bewegen

Zum einen sollte natürlich die Käfiggröße dem Bewegungsdrang des jeweiligen Tieres gerecht werden und zum anderen dient meist ein Laufrad zur Bewegungsförderung (Laufräder), aber auch Klettermöglichkeiten (Spielen & Klettern) sollten für die meisten Nager vorhanden sein.
bewegen

Abnutzung der Zähne und Krallen

Da die Krallen und Zähne ständig nachwachsen, muss es eine Möglichkeit geben diese zu stutzen.
  • für die Zähne muss eine Nagemöglichkeit da sein z.B. Knabberstange ohne Zucker, Holzgegenstände
  • für die Krallen kann man z.B. ein Stein hineinlegen
wurfel-stein

Baden

Für einige Nager ist es notwendig Badesand zur Verfügung zu stellen.
Bitte kein normalen Vogelsand (beinhaltet Muscheln und Anis) oder Quarzsand nehmen !
Chinchillasand ist auch nicht immer geeignet, da dies meist keine bestimmte Sandart ist, handelt es sich oft um quarzhaltigen Sand oder scharfkantige Sandkörner.
Am besten eignet sich Attapulgus Sand, dieser hat feine abgerundete Körner, die der Haut nicht schaden.
bad

Worauf sollte geachtet werden ?

  • Glas/Plastik/Ton/Keramik Gegenstände nur komplett unbeschädigt einstellen
  • wenn Gegenstände, die aus Glas/Plastik/Ton/Keramik sind, angeknabbert werden, dann diese unbedingt gleich wieder herausnehme
  • Tonschalen/-töpfe sind zwar gut zu bearbeiten, nehmen aber den Geruch /Gestank auf, wenn die Tiere darauf urinieren
  • der Käfig muss gut belüftet werden (können), dies ist sehr wichtig bei Tieren die viel urinieren, da hierbei Ammoniak entsteht, welcher schwerer als Luft ist und sich somit am Boden sammelt und die Tiere vergiften könnte
  • auch Plastikröhren sind nicht geeignet, sie sind schwer zu reinigen und nicht gut belüftet
  • der Käfig sollte nicht zu weit unten stehen (Fluchtreflex), aber auch nicht zu hoch (kann aggressives Verhalten fördern), am besten in Hüfthöhe damit es nicht zu viel Stress für den Kleinen ist, auch nicht in Durchgangsbereiche stellen (ebenfalls aggressionsfördernd)
Am besten sollte das Verhalten der Tiere beobachtet werden, wenn etwas neues in den Käfig gestellt wird, um Gefahren rechtszeitig zu entdecken.


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